Aktuelles

Massensammlung von IP-Adressen verboten

Mittlerweile sind einige Unternehmen am Markt vertreten, die mit der massenhaften Sammlung von IP-Adressen Ihre Geschäftsgrundlage aufgebaut haben. Der bekannteste und älteste Vertreter, die Schweizer Logistep AG, musste jüngst ein […]

Mittlerweile sind einige Unternehmen am Markt vertreten, die mit der massenhaften Sammlung von IP-Adressen Ihre Geschäftsgrundlage aufgebaut haben. Der bekannteste und älteste Vertreter, die Schweizer Logistep AG, musste jüngst ein Urteil aus der Heimat verdauen. Den Schweizern wurde per Bundesgericht das massenhafte Sammeln von IP-Adressen verboten.

Logistep erfasst im Auftrag von Rechteinhabern seit dem Jahr 2005 IP-Adressen von Tauschbörsennutzern. Sicher können die IP-Adressen auch in einem anderen Land erfasst werden, daher hat dieses Urteil höchstwarscheinlich keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit.

Es ist natürlich für die Rechteinhaber wichtig, dass Rechteverletzer erfasst werden und dieses Verhalten unterbunden wird, jedoch sind auch noch weitere Unternehmen, viele in Deutschland, mit dieser hoheitlichen Aufgabe der investigativen Ermittlung tätig. Leider – zu Lasten der Beschuldigten – ist die Fehlerquote bei der Ermittlung des zugehörigen Anschlusses besonders hoch und viele der Betroffenen, die per Abmahnschreiben zur Kasse gebeten werden, können sich nicht dagegen wehren. Es ist also ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, dass die Datensammler zumindest gewarnt sein dürften, Ihre „Arbeit“ zukünftig sorgfältiger zu gestalten – sofern das im Interesse Ihrer selbst sein sollte…

Interessante Links zum Thema:

Heise Online : Erfassung von IP-Adressen für Massenabmahnungen in der Schweiz rechtswidrig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.